DanSpy | Blog

Highway to Hell

Posted in Write by danspy88 on 6. April 2009

Nein, nich der Song von AC/DC ist gemeint, sondern eine kleine Story, die ich mal vor ca. 4-5 Jahren geschrieben habe. Also verzeiht mir bitte die diversen Rechtschreib- bzw. Satzbaufehler^^
Heute poste ich mal das erste Kapitel als Vorgeschmack. Wenns gefällt kommen die anderen nachgeliefert.
Somit erstma viel Spaß mit Kapitel 1 von Highway to Hell…


-1-
Unheimliche E-Mail

Hiroyuki Shirota fuhr gerade den Highway, in einem sehr Rasantem Tempo, entlang.
Auf einmal hörte er Sirenen hinter sich aufheulen. Er fuhr am nächsten Rastplatz ab und wartete dort ab, bis die Polizei kam.
Als die Polizei eintraf, stieg er mit einem lässigen Grinsen im Gesicht aus und lief zu den Polizeibeamten, die ebenfalls ausgestiegen sind.
Immer noch lässig Grinsend, lief er auf die Polizeibeamten zu.
>Na, alles klar?< fragte er den etwas Rundlicheren Polizisten, der daraufhin antwor-tete:
>Sie sind wohl etwas zu schnell gefahren für diese Uhrzeit. Oder sehe ich das falsch? Mr. Lässig?< antwortete der Beamte mit einem etwas dümmlichen Grinsen auf seinem Runden Gesicht.
>Na ja sehen wir es mal so. OK, ich bin zu schnell gefahren, aber auch nur, weil ich gerade etwas sehr wichtigem auf der Spur war, dass mir jetzt wegen ihnen leider durch die Lappen ging.< antwortete er noch lässig.
>Kann ich mal ihren Personalausweis sehen, bitte?< sagte der schlaksigere Polizist.
>Na klar< sagte er und ging zu seinem Wagen, öffnete den Kofferraum und holte ei-ne blaue Jeansjacke heraus und zog aus seiner Innentasche einen Geldbeutel her-aus.
Er ging wieder zurück zu den Beamten und öffnete den Geldbeutel und holte seinen Personalausweis heraus und gab ihn dem schlaksigen Polizisten.
>Aha, Hiroyuki Shirota…Morddezernat Kashima…frisch versetzt…26, ledig…< stam-melte der Polizist.
>Wollen sie mich nun Verhaften oder was, nur weil ich einem Killer hinterher gerast bin, um vielleicht noch mehr Unschuldige Menschen vor dem Tod zu retten. Ist dass denn jetzt schon ein Verbrechen seinem Job nachzugehen? HÄ??< schnauzte Hi-royuki, jetzt sichtlich genervt.
>Ist ja schon gut, sie können weiterfahren…< sagte der rundliche Polizeibeamte dann schließlich.

Shirota fuhr an der Ausfahrt Kashima ab und fuhr in Richtung Morddezernat, welches fast genau an der Autobahn lag. Nur ungefähr zwei drei Blocks weiter.
Er parkte sein Auto unmittelbar vor dem Hauptgebäude.
Er stieg die kargen Steintreppen zum Haupthaus hoch und öffnete die Tür mit einem lauten Rums.

>DIESE ARSCHLÖCHER< brüllte er als er das Büro seines Chefs betrat.
>Jetzt setzen sie sich erst einmal und beruhigen sich. Anschließend können sie mir dann erzählen welchen Arschlöchern sie über den Weg gelaufen sind.<
>Na diese Scheiß Autobahnpolizisten, die meinen, sie können sich alles erlauben. OK, ich bin zu schnell gefahren, doch nur, weil ich diesem Habayashi Dingsbums auf den Versen war und er mir nicht durch die Lappen gehen sollte.< antwortete er mit immer noch leicht bebendem Tonfall.
>Habayashi Mirano, der Serienkiller aus Mito?< sagte sein Chef.
>Genau den.< antwortete Shirota knapp.
>Was haben die Beamten dann mit ihnen Gemacht?< fragte Takagi Nagata, das ist sein Chef.
>Na sie wollten meine Papiere sehen, als ich sie ihnen dann zeigte, ließen sie mich weiterfahren. Zu ihrem Glück. Sonst hätte ich die beiden Wegen Arbeitsbehinderung des Morddezernats angezeigt.< sagte er dann in seinem wieder normal-lässigem Tonfall.
>Dann ist ja alles klar…apropos Habayashi, was ist nun mit ihm?<
fragte Nagata so nebenbei, während er sich eine Zigarre ansteckte.
>Weg< antwortete Shirota knapp.
Fügte dann aber hinzu: >Da dürfen sie sich bei den Arschlöchern bedanken und nicht bei mir.<
>Das können sie sich wohl denken. Diesen kleinen Arschkriechern mach ich die Höl-le heiß.< schnauzte Nagata.
Nachdem er kräftig an seiner Zigarre zog, sagte er:
>Sie können dann wieder in ihr Büro und im Fall Habayashi weiter recherchieren.<
>Geht klar< sagte Shirota und verschwand aus dem Büro.

Mit einem kleinen Seufzer ließ Hiro sich auf seinem Schreibtischstuhl nieder.
>Na meine erste Woche fängt ja schon mal gut an< sagte er zu seinem Kollegen und Freund Hyogo Ichihara.
>Wieso dann so geknickt?< fragte er scherzeshalber.
>Warum?< fragte er schon wieder sichtlich gereizt. Beruhigte sich aber schnell wie-der.
Und Ichihara sagte daraufhin: >Hab’s schon von Sonoko erfahren, was auf m High-way los war. Diese blöden Arschgeigen, jetzt ist dir doch glatt Habayashi durch die Lappen gegangen. < zischte er, widmete sich aber gleich wieder seinem Notebook zu.
Hyogo Ichihara hat auf der selben Uni Studiert wie ich, deshalb kennen wir uns schon so gut, was auch dazu führte, dass wir dasselbe Büro teilten.
Zuerst hieß es, er würde nach Fukui versetzt werden, doch da beschwerten wir uns gleich und nun sind wir beide nicht mehr Unikollegen, sondern Partner bei dem sel-ben Morddezernat. Is doch Cool nich?

Wir als Neuzugang müssen natürlich erst einmal unsere Notebooks und Rechner einrichten. Die Grundsoftware war zwar schon drauf, doch man muss seinem PC doch noch den persönlichen Schliff verpassen.

Shirota fuhr in seinem neuen A3, den er extra aus Deutschland importieren ließ, auf den Highway in Richtung Heimat. Utsunomiya.
Er fuhr mit gemütlichen 180 km/h den Highway entlang und hörte seine Lieblings-band Limp Bizkit. Er steht nämlich auf amerikanischen Hardrock.
An der Ausfahrt Utsunomiya fuhr er ab. Er fuhr an hellerleuchteten Häusern vorbei und fuhr schließlich in die Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses. Er parkte seinen Wagen auf seinem Stellplatz Nr. 12. Da auch sein Apartment die Nr. 12 besitzt.

Shirota schloss das Schloss mit einem leichten >Klack< auf und die Tür glitt nach in-nen auf.
Er betrat seine 3 Zimmer Wohnung, die in ein Bad, WC, Wohnzimmer und Küche mit Esszimmer aufgeteilt ist.
Er ging in die Küche und holte sich erst einmal eine Wasserflasche aus dem Kühl-schrank und nahm einen kräftigen Schluck.
Was wäre passiert, wenn mich diese Cops nicht angehalten hätten und ich Ha-bayashi weiter hinterher gerast wäre? Hätte ich ihn geschnappt oder wäre er mir trotzdem entwischt?
Diese und andere Fragen gingen ihm in diesen Moment durch den Kopf. Wenn er nicht bald einen Killer erwischt, wird er wahrscheinlich zum Assistenten von irgendei-nem dahergelaufenen Sesselpupser degradiert.
Das wollte er aber lieber nicht werden. Er setzte sich ins Wohnzimmer in welchem er sein Notebook, dass er vom Revier bekommen hat, auf den kleinen Couchtisch.
Er klappte es auf und schaltete es an. Wenige Sekunden später war der Desktop auf dem kleinen TFT Monitor zu sehen.
Er schloss ein Internetkabel an sein Notebook und steckte es in eine freie Telefon-buchse. Er klinkte sich in seinen Geschäftscomputer ein. Es erschien ein kleines Feld auf dem Stand:
>Bitte Passwort eingeben!<
Er hackte das Passwort ein und ein kurzer Piep Ton ertönte aus den kleinen Laut-sprechern seines Notebooks.
Er registrierte sich auf dem Server seines Büros. Die Recherchen konnten beginnen.
Doch halt!! >Irgendetwas fehlt noch<, sagte er zu sich selbst.
>Na klar, einen frisch gebrühten Kaffee.<
Er ging in die Küche und legte einen frischen Filter in die Kaffeemaschine. Wenige Minuten später saß er dann am Notebook, mit einer Kaffeekanne, die mit wachhal-tendem Getränk gefüllt war.
Er würde wahrscheinlich die ganze Nacht Recherchieren müssen, damit sein Chef wider zufrieden mit ihm ist.
Dann lobt er mich wieder bei den Obersten in höchsten Tönen. Denn wenn da einer nach mir fragt, sagt er nur:
>Shirota?, das ist mein bester Mann. Der hat se mir schon alle geschnappt!!<
Ja, dass ist es mir wert, morgen mit Augenringe zur Arbeit zu gehen.
Er kramte erst einmal die Akte von diesem Habayashi Mirano heraus und las sie sich gründlich durch.
Als er 11 Jahre alt war saß er drei mal im Knast wegen Raubüberfällen, zwar nur drei Monate jeweils, aber immerhin nicht schlecht für einen 11 Jährigen…Mit 12 fing er an Banken auszurauben, was ihm auch zwei mal gelang, doch beim dritten mal waren die Angestellten der Banken darauf vorbereitet. Es hatten sich damals einige Polizis-ten als Bankiers ausgegeben und führten ihn in den Tresorraum. Als er dann den Begehbaren Safe betrat, schlossen die Beamten den Tresor und warteten, bis das japanische FBI eintraf und ihn gewaltsam in Verwahrung nahm. Vier Jahre lang saß er im Tokioter Staatsgefängnis für die äußersten Härtefälle.
Nachdem er seine Vier Jahre verbuhst hatte, spezialisierte er sich auf Serienmord, dass macht er auch heute noch. Heute ist er 21 Jahre jung und wird vom Mordde-zernat gesucht.

Hiro öffnete sein E-Mail Postfach und sah, dass er eine neue Mail bekommen hatte.
Er öffnete die Mail und las:

Wenn du mir weiterhin nachspionierst, erlebst du den nächsten Tag nicht mehr…
Verstecken nützt nichts…
Ich finde dich überall…
Ich beobachte dich…

It´s your Higway to Hell…

Habayashi Mirano…

Na das sind ja nette Neuigkeiten, und woher hat der Typ eigentlich meine E-Mail Ad-resse?

Utopia-Apocalypse, der Anfang vom Ende?

Posted in Write by danspy88 on 2. April 2009


So…nun gibbet ma n bissl was zu lesen. Aus diesem kleinen Prolog sollte mal ein kleiner Roman werden, aber wie des immer so ist, keine Zeit und Lust mehr gehabt. Aber vllt. gefällt ja dem ein oder anderen, was er hier liest, über kommentare und kritik würde ich mich freuen.


Utopia-Apocalypse
Prolog
11.09.2060 11:37Uhr / New York, Time Square

Der Tag, an dem die Welt unter gehen sollte,fing ganz gewöhnlich an. Der Himmel war klar und wolkenlos und die Sonne erklomm langsam den höchsten punkt ihrer reise um die Erdumlaufbahn. Alles schien friedlich und ganz normal – so normal es in New York zur Mittagszeit nun mal möglich war.
An diesem gewöhnlichen Tag schlenderte
eine junge, hübsche Frau, Anfang 30, in einem sommerlich beige-farbigen Hosenanzug über einen Zebrastreifen am Time Square. Sie trug eine Tasche aus dunklem Wildleder bei sich, vermutlich voll mit Akten und Notizen. Megan Futero arbeitete in einer renommierten Kanzlei nah gelegen am Central Park, wo sie Akten sortierte, Gespräche aufzeichnete und den langweiligen Papierkram erledigte, den sonst niemand gern machte. Doch ihr gefiel ihre Arbeit sehr, von der Bezahlung ganz zu schweigen. Megan war im 9. Monat schwanger und nutzte ihre Mittagspause, um ihren Arzt aufzusuchen, denn sie hatte vor einer halben Stunde ihre erste leichte Wehe gespürt.
Ihr Gefühl – Weibliche Intuition – sagte ihr, dass ihre Fruchtblase es nicht mehr lange machte. Deshalb hatte sie bei Dr. Milano, kurz nachdem sie die erste Wehe gespürt hatte angerufen. Da es in gewisser weise ein Notfall war, bekam sie sofort einen Termin. Er meinte er würde sogar seine Mittagspause für sie opfern.
Hätte sie nicht schon ihren perfekten Mann, würde sie glatt über Dr. Milano herfallen. Doch der hatte ebenfalls eine Frau.
Nachdem sie die Straße überquert hatte, schlenderte sie nach rechts, vorbei an unzähligen Werbetafeln. Als sie an einem McDonald’s vorbeikam, packte sie der Heißhunger – der sie schon die ganze Schwangerschaft über begleitet hatte – auf einen saftigen Burger. Doch sie wiederstand dem drang. Sie hatte schließlich keine Zeit zu verlieren.
An der nächsten Querstraße bog sie links ab. Die Straße war hier nicht mehr so knallig bunt, wie zuvor auf dem Time Square. Gewiss hingen hier auch unzählige Reklametafeln, aber es war nur ein Bruchteil dessen, die sie hinter sich gelassen hatte. Sie lief weiter die Straße entlang, bis sie vor einem sehr eleganten Haus stehen blieb. Das skurrile dabei war, es war das einzigste penibel gepflegte Haus (Villa) in der Gegend weit und breit. Ein großes Schild am Eingang verkündete:
Gynäkologische Praxis Dr. Milano
Dr. Milano führte seine Praxis schon seit Jahren von zu Hause aus. Der Grund dafür war einfach. Er liebte seine Frau viel zu sehr, als dass er sie länger als eine Stunde alleine lassen wolle. Das hatte er Megan einmal während einer Grunduntersuchung erzählt, als sie ihn mal darauf ansprach.
Sie öffnete das kleine, von Hecken gesäumten, Tor und betrat das ausladende, doch sehr gepflegte, Grundstück. Links und rechts zierten kleine Hecken und Blumen den Weg zur Haustür. Das Haus an sich war in Beigem Ton, wie ihr Hosenanzug, gehalten, und die Fenster waren mit dunklen Eichenrahmen umzäunt.
Die Tür, beziehungsweise das Eingangstor war ebenfalls in dunkelbrauner Eiche gehalten. Die Türgriffe waren schwungvoll vergoldet und rundeten das elegante Ambiente ab. Die Tür wurde von zwei antik aussehenden Marmorsäulen flankiert. Megan fragte sich immer, wie solche Ärzte soviel verdienten, dass sie sich so ein prunkvolles Anwesen leisten konnten. Sie ließ es dabei, und öffnete die große Eichentür. Sie war sehr schwer, weswegen sie immer etwas fester drücken musste, doch
diesmal war dem nicht so. Kaum hatte sie ihre Hände auf die Türgriffe gelegt, öffnete bereits von innen Dr. Milano die Tür.
Dr. Milano war einer der wenigen Männer, bei denen Megan die Knie weich wurden. Er sah einfach viel zu gut aus für einen Arzt. Er trug seinen weißen Arztkittel und am Reverse das übliche Stethoskop. Seine schwarzen mittellangen haare waren adrett nach hinten gekämmt und sein dunkler drei Tage Bart machte ihn nur noch mehr sexy. Und dann war da noch genau dieses eine lächeln, dass ihr alle Sinne raubte. Ein lächeln von der Sorte, bei denen man denken könne, die Sonne würde aufgehen.
Genau dieses lächeln setzte er immer auf, wenn er Megan begrüßte. Doch diesmal war
dem nicht so. Anstelle des Lächelns war sein Gesicht sorgenverzerrt.
Er leierte ein gequältes: „Guten Tag Mrs. Futero.“
Und kam dann gleich zum wesentlichen: „Wann haben die Wehen denn genau eingesetzt,
und in welchen Abständen kommen sie?“
Megan sah in verblüfft an: „Soll ich nicht erst einmal reinkommen, Doktor?“
Er wurde rot: „Entschuldigen sie, aber natürlich, wo bleiben meine Manieren.“ Er fügte hinzu: „Aber sie klangen vorhin nur so besorgt, dass ich dachte es wäre etwas ernsteres!“ Dann folgte das ersehnte lächeln. „Nach ihnen“ bat er sie, und machte eine einladende Geste das Haus zu betreten.
Drinnen war es noch um einiges Eindrucksvoller als von außen. Gleich nach einem kurzen, mit teuren Gemälden verzierten Eingangsflur breitete sich ein großer Raum, beinahe eine Halle, aus. Der Raum war über zwei Stockwerke angelegt, und enthielt eine Galerie, von der man aus dem zweiten stock nach unten schauen konnte. In der Mitte des Raumes stand ein kleiner moderner Brunnen, dessen plätschern sich an den hohen wänden widerhallte und somit ein angenehmes rauschen verbreitete.
Nach dem großen „Vorraum“ bogen sie nach links in den Westflügel des Hauses ab. Eine Tür am Ende des Ganges verkündete: Praxis. Sie betrat nach Dr. Milano den Empfangsbereich der Praxis. Links war ein Empfangsschalter. Hinter diesem Schalter saß eine bildhübsche junge Frau – auf ihrem Namensschild stand: Stephanie Sunshine. Sie lächelte Megan beim hereinkommen an. Die Frau hatte ihr langes blondes Haar zu einem ordentlichen Knoten zusammengebunden. Sie war sehr schlank – so schlank war Megan vor ihrer Schwangerschaft auch mal – soweit Megan das unter der hautengen weißen Arbeitskleidung erkennen konnte. Sie ging mit Dr. Milano weiter in den hinteren Teil der Praxis und betrat nach ihm einen Behandlungsraum. Der Raum war in schlichtem weiß gehalten. In der Mitter des Raumes stand ein Stuhl, mit gespreizten Fußenden.
„Nehmen sie bitte Platz“ Dr. Milano zeigte auf den Stuhl. Sie ging zu dem Stuhl und setzte sich. „Wenn sie sich dann bitte untenrum freimachen könnten, dann könnte ich mit meiner Untersuchung beginnen.“ Megan zog ihre Schuhe, dann ihre Hose und den Slip aus und setzte sich mit gespreizten Beinen auf den dafür vorgesehenen Stuhl. „Also was sagten sie, wann die Wehen anfingen?“ wollte Dr. Milano wissen. „So kurz vor 11, ungefähr 10 Minuten vor unserem Telefonat. Doch mittlerweile kommen sie schon alle 15 Min…argh“ eine Wehe durchströmte ihren Körper und ließ sie aufschreien. Eine Pfütze ergoss sich über Dr. Milanos teure Schuhe. „Die Fruchtblase ist geplatzt, ihr Baby wird gleich kommen“ erörterte Milano. Megan schaute ihn verlegen an.
Dann fügte er hinzu „Sie müssen sich wohl den Nachmittag frei nehmen!“

Während im Behandlungszimmer ein neues Leben begann, war Stephanie Sunshine dabei
ihre Mittagspause zu beginnen. Sie leitete alle Anrufe auf Anrufbeantworter und ging
dann nach hinten in den Aufenthaltsraum. Der Aufenthaltsraum war sehr schön eingerichtet.
Am ende des Raumes stand unter einem großen Fenster eine schwarze Ledercouch. Daneben
ein kleiner Tisch mit Magazinen. Links war eine kleine Küche eingerichtet worden. Dort stand ein kleiner Kühlschrank, der regelmäßig von allen Angestellten abwechselnd gefüllt wurde. Auch eine Kochplatte und ein Ofen waren eingebaut. Und in der rechten Ecke des Raumes stand ein kleiner Esstisch mit vier Stühlen. An der Wand hing ein 55 Zoll Plasmafernseher. Stephanie holte sich eine Tiefkühlpizza aus dem Gefrierfach und schob sie in den Ofen. Sie schaltete den Fernseher ein und setzte sich auf die Ledercouch. Im Fernsehen liefen gerade Nachrichten. Erschreckende Bilder
huschten über den Bildschirm. Stephanie starrte auf das Bild Bin Ladens und hörte aufmerksam zu, was der Nachrichtensprecher – er trug ein blaues Hemd mit gelber Krawatte – dazu zu sagen hatte: „…es kommt immer häufiger zu Auseinandersetzungen bezüglich des Präsidenten White und Bin Laden. Bin Laden drohte sogar damit als erster einen Atomkrieg zu entfachen. Und wie wir alle wissen, macht Bin Laden diesbezüglich keine Scherze. Wir hoffen nur…einen Augenblick…mich ereilt gerade eine Eilmeldung.“ Der Nachrichtensprecher bekam ein neues Notitzkärtchen gereicht. Als er zu sprechen begann, wurde er sichtlich Nervös: „Laut unseres Reporters, vor Ort am Ground Zero, berichtete kurz vor seinem Tod – Gott sei seiner Seele gnädig – er hätte am Himmel Bomber fliegen sehen. Wie dieser Filmbericht gleich zeigen wird, entsprach
es der Wahrheit. Gott steh uns allen bei.“ Der Nachrichtensprecher wurde ausgeblendet
und statt seiner sah man eine Amateuraufnahme vom Ground Zero, der Himmel war mittlerweile wolkenverhangen und verdunkelte die Sonne. Ein schemenhaftes Flugzeug
erschien am Himmel. Soweit man erkennen konnte – das Bild war sehr verpixelt und rauschte – erschienen noch zwei Bomber am Himmel. Alle öffneten sie gleichzeitig die Ladeluke. Was danach passierte konnte man nur erahnen. Nämlich dass es Bomben waren, was dort vom Himmel abgeworfen wurde. Denn dass Bild wackelte nur noch und plötzlich wurde dass Bild ganz hell. Schreie waren zu hören. Das detonieren mehrerer Bomben war zu vernehmen. Dann…stille. Der Nachrichtensprecher tauchte wieder auf. Stephanie erschrak angesichts seines Anblicks – der Sprecher war vollkommen blass geworden und der Schock stand ihm ins Gesicht geschrieben – und der Tatsache dessen, was sie soeben sah. War dies der beginn der Dritten Weltkriegs. Sie schüttelte heftig den Kopf. Das kann nicht sein. Das durfte einfach nicht sein.

Dr. Milano hielt das frisch geborene Baby in seinen Händen und sagte strahlend: „Herzlichen Glück-wunsch Mrs. Futero, es ist ein Junge!“ Dies war wohl der schönste Moment in Megans leben, zwei wunderschöne Männer standen vor ihr – naja einer stand und hielt den anderen im arm.
„Wollen sie ihn halten?“ fragte Dr. Milano. „Ja sehr gerne.“ Und er überreichte ihr ihren kleinen Jungen. Er fühlte sich ganz warm und weich an. Es war wie ein Geschenk. Sie schaute dem kleinen in die Augen. Er hatte braune Augen.
„Du sollst Ryan heißen, wie mein Vater!“ flüsterte sie beinahe, als sie mit Ryan sprach. An Milano gewandt sagte sie noch: „Mein Vater starb vor 3 Jahren an Lungenkrebs. Verfluchte Zigaretten!“ „Das tut mir sehr leid.“ An seinem Mitfühlenden Blick, sag Megan, dass er es ernst meinte.
Die Tür zum Behandlungsraum wurde aufgerissen und Stephanie stürmte her rein. „Doc,
dass müs-sen sie sich unbedingt ansehen. Schalten sie mal den Fernseher ein. Auf Kanal 6, das werden sie nicht glauben!!“ Dr. Milano schaltete den, etwas „kleineren“ Plasma Fernseher ein, der an der Wand gegenüber des Behandlungsstuhles hing, an. Dort waren wieder die Bomber zu sehen, die Stephanie zuvor im Pausenraum gesehen hatte. Es waren in zwischen an die 20 Stück über dem Time Square.
Der Nachrichtensprecher war ganz außer sich: „…eine Katastrophe ist das!! Es werden immer mehr, und so wie es aussieht, haben sie nicht nur „normale“ Bomben dabei. Bin Laden macht anscheinend seine Drohungen war. Und sie Fliegen alle Richtung Washington. Zum Weißen Haus. Gott steh uns allen bei. Bitte!!!…“ Das Bild wurde schwarz. Dr. Milano hatte ihn ausgeschalten.
„Mein Gott“ begann er „wir müssen alle schnell weg von hier. Vor allem sie Megan. Es geht ums Wohl ihres Kindes!“ beendete er an Megan gewandt.

Wenige Minuten später saßen sie zu viert – Dr. Milano, Stephanie Sunshine, Megan und Ryan Futero – in Milanos schickem, schwarzem Bentley. Sie fuhren durch die Park Avenue am Central Park vorbei und bogen die nächste links in die 85th Street Richtung Osten auf den Federal Drive Road um die Stadt Richtung Queens zu verlassen. An der Queens Midtown Bridge angekommen, bogen sie nach rechts auf den McGuinnes Boulevard. Dort machten sie an einem kleinen abgelegenen Rastplatz halt. Sie stiegen aus und blickten Richtung Westen, New York. New York war gar nicht mehr wieder zu erkennen. Über der Metropole schwebten mittlerweile mindestens an die 100 Bomber und alle in Richtung Washington unterwegs. Wie der Nachrichtensprecher prophezeit hatte.
Megan schaute Stephanie besorgt an. Sie versuchte Megan zu beruhigen: „Die fliegen in
eine ganz andere Richtung. Wir werden nicht sterben, oder?“ fragte sie Dr. Milano besorgt. Er zögerte, starrte den Bombern düster hinterher, sagte dann aber: „Nein natürlich nicht!“ Mehr zu sich selbst, als zu den anderen. Auf einmal wurde Megan sichtlich nervöser, als ein paar Bomber ein Wendemanöver absolvierten und über New York kreisend verweilten. „Was um alles?…“ begann Megan, dann zu Dr. Milano
gewandt: „Was geht hier vor Doktor?“ „Ich wünschte ich wüsste es“ Er seufzte. In seinem Gesicht machte sich blankes Entsetzen breit. Megan versuchte seinem Blick zu folgen. Er sah gen Himmel. Die Bomber machten sich bereit zum Abwurf. „Oh nein, mein Mann… er ist noch bei der Arbeit, er arbeitet auf der Ostseite des Central Park. Was ist, wenn ihm was passiert? Ich muss sofort zu ihm!“ Panik machte sich in ihr breit. Sie wollte schon losrennen, als sie zwei starke Arme von hinten wieder zurückzerrten.
„Sie können da jetzt nicht hin. Sie können im Moment nichts für ihn tun, so leid
es mir auch tut.“ Er versuchte ruhig zu wirken, doch Megan spürte, dass auch er sich um seine Frau und seinen Sohn Sorgen machte. Wie aus heiterem Himmel rief Megan: „Doktor! Erzählten sie nicht mal etwas von einem Bunker unter ihrem Haus? Könnten sie nicht dort sein? Sollten wir nicht dort sein?“ Dr. Milano schaute sie teils mitfühlend, teils verstört aus. Er räusperte sich: „Den haben wir letztes Jahr
abgerissen, meine Frau wollte einen Weinkeller anlegen.“ Megan sah ihn verwirrt an: „Wie bitte? Das ist nicht ihr ernst oder?“ „Doch leider schon… ich hoffe nur, ihnen wird nichts passieren. VERDAMMT… ich hätte doch darauf bestehen sollen, den Bunker zu lassen, verflucht“ Milano ging auf dem Parkplatz auf und ab. „So beruhigen sie sich doch…“ begann Megan, doch dann schaute sie wieder Richtung New York. Die Stadt lag schon vollkommen im Dunkeln. Mittlerweile kreisten an die 50 Bomber über der Stadt. Der Rest von ihnen, flog immer noch Richtung Washington, und waren schon fast nicht mehr zu sehen. Der Doktor hatte sich schon fast wieder etwas beruhigt, als aus Queens ein bedrohliches Grollen zu hören war. Sie schauten sich um, um die Ursache des Lärms auszumachen. Sie erstarrten förmlich, als sie sahen, was sich da anbahnte.
Mindestens ein dutzend Militärpanzer rollten halb Queens nieder. Sie waren schon bedrohlich nahe, als Megan das Wort ergriff: „Schnell Doc, wir müssen dringend wieder in die City! Da sind wir sicher.“ Dr. Milanos blick verfinsterte sich, als er sagte: „Mrs. Futero, wir sind nirgends mehr sicher.“ Sie fuhren, so schnell es Dr. Milanos Auto zuließ wieder in Richtung der Queens Midnight Bridge. Ein Bomber befand sich nun direkt über ihnen. Der Pilot musste unter sich eine Bewegung ausgemacht haben, denn er riss den Bomber wie einen Geier nach unten, um seine Beute zu erwischen. Er flog in erschreckendem Tempo auf das Auto des Doktors zu. Megan presste ihr Baby so dicht es nur ging an sich. „Alles wird gut“ flüsterte sie Ryan zu. Der sah sie nur mit großen Augen an. Als vor ihnen der Bomber auftauchte, riss der Doc das Steuer
rum, und das Auto geriet ins schlingern und überschlug sich. Megan meinte von vorn ein „Jesus Christ“ zu hören, und dann wurde sie auch schon rumgerissen und schlug mit ihrem Kopf auf dem Vordersitz auf. Das Auto überschlug sich zweimal und landete dann auf dem Dach. Sie verlor das Bewusstsein.
Als sie 2 Minuten später wieder zu sich kam, lag sie Rücklinks auf der Straße. Es regnete. Der Himmel über ihr war wolkenverhangen. Doch ihr Mund fühlte sich staubtrocken. Sie hatte furchtbaren Durst. Dann plötzlich viel ihr auf, dass ihre Bluse offen stand. Sie knöpfte sie hastig wieder zu, hielt kurz inne, als sie einen Bluterguss auf ihrer Brust entdeckte. Der Bomber, dachte Megan. Er muss sie begrabscht haben, nachdem sie den Unfall hatten. Sie knöpfte den letzen Knopf zu. Ryan, schoss es ihr durch den kopf. Wo ist Ryan? Als sie sich umschaute, konnte sie ihren Sohn nirgends finden. Sie versuchte aufzustehen, fiel aber gleich wieder
um. Ihr Gleichgewicht schien gestört zu sein. Sie holte tief Luft und versuchte es noch mal. Diesmal gelang es. Sie war zwar etwas wackelig auf den Beinen, aber sie stand. Sie ging bedächtig hinüber zum Auto. Sie dachte, dass ihr Sohn vielleicht noch im Auto wäre, doch als sie nachschaute, fand sie nichts. Kein Ryan.
Sie suchte verzweifelt das ganze Auto ab. Wo konnte er nur hin sein. Er war ja noch nicht einmal einen Tag alt. Geschweige denn, dass es schon krabbeln könnte. Es gab nur eine Erklärung: Der Bomber. Fuck! Warum ihr Baby?
Sie trat wütend gegen das umgekippte Auto. Dann brach sie zusammen. Sie sank auf die
Knie und schrie die Bomber an, die immer noch über ihnen wie bedrohliche Geier kreisten: „Ihr Schweine, bringt mir mein Baby wieder! Hört ihr, ihr verdammten Missgeburten!!“ Doch die Bomber schienen sie zu ignorieren. Was war das? Sie hörte ein leises plätschern aus der Richtung von Dr. Milanos Auto. Sie suchte das Auto ab, welche Ursache das plätschern haben könnte. Entsetzt stellte sie fest, dass Benzin
auslief und zu allem übel züngelten kleine flammen auf (unter) dem Autowrack. Sie hastete zur Fahrertür um nach den beiden anderen zu sehen. Doch Dr. Milano und Stephanie saßen, beziehungsweiße hingen, noch in ihren Sitzen. Sie hatten beide die Augen geschlossen. Dr. Milano blutete aus der linken Schläfe. Verdammt. Sie versuchte ihn wach zu bekommen. „Doktor? Können sie mich hören?“ Sie tätschelte seine Wange. „Bitte“ flehte sie „wachen sie auf!“ Sie sputete auf die andere Seite, um nach Stephanie zu sehen. Megan erschrak bei ihrem Anblick. Blut floss ihr aus dem Mund und der Nase. Ihr ganzes Gesicht war Blutverschmiert. Ihre einst Blonden Haare hingen schlaff und Blutgetränkt herunter. Megan hielt ihr ihren Finger an die Nase, um
zu prüfen ob sie noch atmete. Doch nichts. Stephanie war tot. Megan würgte.
Sie hastete ans Brückengeländer und übergab sich. Anschließend ging wieder zurück zum Auto. Sie versuchte noch einmal Dr. Milano zu wecken. Doch er rührte sich nicht. Verdammt. Warum heute? Warum jetzt? Ihr Magen verkrampfte sich erneut. Ryan. Sie konnte nur hoffen, dass sie ihm nichts tun würden. Und dass es ihm gut ging. Natürlich nicht, er ist in der Gewalt dieser Monster. Sie ballte ihre Fäuste und riss
sie in den Himmel. „Ihr Schweine, warum tut ihr mir dass an?“ Wie als würden sie sie diesmal hören, flammten kleine rote lichter an der Unterseite der Bomber auf. „Oh nein“ keuchte Megan. Sie hörte mehrere Greifer klicken, bevor die Bomber ihre tödliche Fracht abwarfen. Wie um einen letzten kläglichen versuch zu starten, Blitzte und Donnerte es. War dies das Ende, dachte Megan. Dies war das letzte, was sie damals dachte. Denn genau in diesem Augenblick stürzte eine Bombe direkt in Richtung des Autos von Dr. Milano. Sie sank hilflos zusammen, als neben ihr die Bombe detonierte,
die sie aus der Welt riss. In ihren letzten Sekunden sah sie noch einmal ihr Leben vor sich ablaufen; ihre Eltern – Gott sei ihrer Gnädig!; ihren Mann – der seinen
Sohn wohl nie kennen lernen würde; und Ryan. Sein lächeln war das letzte, was sie sah, danach wurde sie von einem grellen Licht geblendet und in ihren Ohren hörte sie nur noch ein Rauschen, dann war es auch schon vorbei. Dunkelheit. Schwerelosigkeit.
New York ging an diesem ehrfürchtigen Tag unter. Neunundfünfzig Jahre nach dem ersten
schrecklichen Versuch. Doch diesmal mit erfolg.

Ende?…

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